Nichts Mitbringen

Nichts mitzubringen war Absicht: Während Jahren der Arbeit mit Strassenkindern, Indianern, Kleinbauern, Bewohnern von Elendsquartieren hatte ich gelernt, dass im Kontext von Sozialarbeit und  Entwicklungszuszammenarbeit eine wirkliche Beziehung, wenn überhaupt, dann entstehen kann, wenn man sich mit “leeren” Händen hineinbegibt. Jetzt, bei den Totobiegosode von Arucojnadi, vertiefte ich diese Erfahrung, mehr einer inneren Intuition als einer rational greifbaren Absicht folgend. Es war im eigentlichen Sinne eine über längere Zeit und mehrere Besuche geführte Feldstudie, die das, was es in einer solchen Beziehung gibt und was geschehen kann zum Gegenstand hatte. Im Zentrum dieser Erforschung stand auch ich, und ich war, über meine Wahrnehmungen und Gefühle dabei, auch Teil des Messinstruments. Ich setzte mich der Beziehung aus.

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