Benno Glauser

Nichts Mitbringen

25/06/2009 · Deja un comentario

Nichts mitzubringen war Absicht: Während Jahren der Arbeit mit Strassenkindern, Indianern, Kleinbauern, Bewohnern von Elendsquartieren hatte ich gelernt, dass im Kontext von Sozialarbeit und  Entwicklungszuszammenarbeit eine wirkliche Beziehung, wenn überhaupt, dann entstehen kann, wenn man sich mit “leeren” Händen hineinbegibt. Jetzt, bei den Totobiegosode von Arucojnadi, vertiefte ich diese Erfahrung, mehr einer inneren Intuition als einer rational greifbaren Absicht folgend. Es war im eigentlichen Sinne eine über längere Zeit und mehrere Besuche geführte Feldstudie, die das, was es in einer solchen Beziehung gibt und was geschehen kann zum Gegenstand hatte. Im Zentrum dieser Erforschung stand auch ich, und ich war, über meine Wahrnehmungen und Gefühle dabei, auch Teil des Messinstruments. Ich setzte mich der Beziehung aus.

 Etwas mitbringen ist oft wie die Materialisierung einer Legitimation, die man, auch wenn man einer solchen vielleicht entbehrt, sich dadurch sozusagen selbst ausstellt und die man dann auch sichtbar vorzeigen kann. Diese Selbstlegitimierung bezieht die Möglichkeit ihrer Existenz aus der scheinbar selbstverständlichen und allseits einsichtigen Tatsache, dass die Gegenseite, die Besuchten, in einer Situation der materiellen Bedürftigkeit, des Elends oder dessen, was wir als “Armut”definieren, leben: Eine Situation, deren Beschaffenheit in unseren Augen für die Besuchten “lebensbedrohlich” ist – ihre physiche und psychische Integrität und Gesundheit ist  akut bedroht. Gemessen wird dieser Befund, der auf eine Notsituation anspielt, die beinahe jedwelche Massnahme unsererseits im Vornherein als begrüssenswert erscheinen lässt, am konventionellen Normalitätsstandard unserer eigenen Lebenskultur. Das heisst, an unserer Auffassung von Hygiene bespielsweise, oder an unserer Auffassung von dem, was “gesund” ist – sie ist meist stark verkürzt und reduziert das Wohlergehen auf wenige materielle Faktoren, unter Auslassung sozialer, spiritueller und damit “komplizierterer” Aspekte. Individuelles Überleben im materiellen Sinn wird dabei über Alles gestellt, auf eine Art, die das traumatische Verhältnis zum Tod, das unsere Kultur charakterisiert, widerspiegelt.

 Das von uns Mitgebrachte ist damit in unseren Augen, ungeachtet dessen, ob es viel oder wenig ist und bedeutet, gemessen am von uns selbst diagnostizierten Ausmass des “bedürftig”- seins, in jedem Fall etwas Willkommenes und Wesentliches für die Empfänger. Wir gehen davon aus, dass ihnen dies so klar ist wie uns selbst, etwas anderes können wir uns gar nicht vorstellen. – In diesen Zusammenhang gehören die gelegentlichen Erfahrungen von Enttäuschung, die gemacht werden: “Ich habe einem Bettler oder einen Strassenkind etwas gegeben oder angeboten, und er/ es hat nicht einmal gedankt….”. Manchmal sprechen wir dann von fehlender Dankbarkeit, von fehlender Verantwortung der Armen ihrem eigenen Leben, oder von fehlendem Bewusstsein der eigenen Situation gegenüber….

 Die von uns deklarierte Bedürftigkeit des Gegenübers ist ein über- den- Andern- sprechen und etwas Aussagen, noch bevor man ihm oder ihnen selbst überhaupt zugehört hat. Es ist ein Ausdruck der Tatsache, dass wir nicht zuzuhören brauchen, weil wir ja schon wissen – und zwar besser als die Betroffenen selbst – wo es fehlt und was fehlt.  Dass von “Fehlen” die Rede ist – “etwas fehlt” – hilft, die Analyse auf Mangel und Bedarf auszurichten und einzuschränken. Dass etwas “zuviel sein könnte”, im Übermass vorhanden sein, das würde sowohl die Analyse als auch die Beziehung selbst sehr komplizieren. Darauf einzugehen, lässt der permanente Zeit- und Effizienzdruck nicht zu.

 Feststellen, dass zwar Einiges “fehlt”, andrerseits aber Vieles da ist und oft einen eigentlichen Reichtum darstellt, das würde die Beziehung der Wechselseitigkeit, der Möglichkeit der gegenseitigen Wertschätzung und Anerkennung öffnen und damit die Grundlage der vielgepriesenen, aber nicht praktizierten Gleichwertigkeit und Partnerschaft im realen Sinne schaffen. Man könnte dann beginnen, auszutauschen und von einander zu lernen….

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 Das Mitbegrachte kann viel oder wenig sein, gemessen am Bedarf soll es immer zählen. Das hilft uns dann auch gleichzeitig, auch und vor Allem Dinge, die wir selbst nicht (mehr) brauchen, jenseits der Bedarfsabklärung bei den Besuchten und Beschenkten, mizubringen.

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 Nicht nur als Legitimation dient das Mitgebrachte. Oft ist es, als würde, wenn man etwas mitbringt, dieses gleichzeitig als Schutzschild dienen. Man braucht sich nicht auszusetzen und zu exponieren. Das Mitgebrachte ist wie eine selbstverständlich freudespendende Aussage, die ich in den noch leeren Raum der Beziehung stelle. Von da weg kann sich die Aufmerksamkeit der Gegenseite auf das Mitgebrachte richten, und ich selbst wiederum kann mich dahinter verstecken. Dieses Verstecken wird durch die “desinteressierte” Selbst- losigkeit, die für uns eine Tugend ist und die sich auch in der Suche des Spenders nach Anonymität ausdrückt, zum ethisch empfohlenen Wert. Ich bin ja nicht wichtig, bitte, ich habe nur gerade etwas “Kleines” mitgebracht….

 Versteckt hinter dem Mitbringsel kann man, etwas böse ausgedrückt, die eigeneAbsicht dann recht risikolos realisieren. Man hat sich sozusagen Eingang und ein für das eigene Tätigsein offenes und die eigene Intentionalität freies Feld verschafft.

 Tatsächlich hat das Geschenk auf der Empfängerseite oft, wenn nicht meist, eine lähmende, etwas verwirrende Wirkung. Es ist nicht leicht, sich Jemandem, der einem gerade Etwas geschenkt hat, entgegenzusetzen und ablehnend zu zeigen. Zweifel am Nutzen des Mitgebrachten oder angebotenen Gutes beschwichtigt der Empfänger in sich selbst, ohne sie dem Gegenüber zu zeigen oder zum Ausdruck zu bringen. “Na ja, nützt es nichts, dann schadet es wenigstens auch nicht…!” Mittlerweise ist der Wohltäter und Spender aber schon aus seiem Versteck hinter dem Mitgebrachten hervorgetreten und steht mitten in der Stube.

 So ist es für die Beschenkten schwierig, fast unmöglich, sich über das Geschenk hinwegzusetzen, seine Wirkung sozusagen auszusetzen. Und da ein wirkliches in- Beziehung- gehen  in diesem Feld traditioneller Ungleichheit auch für sie eine Grenze darstellt, mögen sie die Gelegenheit ergreifen, sich mit den missbräuchlichen Untertönen des Geschehens auszusöhnen, um damit auch den Mühen, Unsicherheiten und Risiken, die ein echtes sich- Begegnen von ihnen fordern würde, aus dem Weg gehen zu können.

 Das Mitgebrachte trägt nicht zur Erhellung der Beziehung bei, sondern im Gegenteil zu ihrer weiteren Vernebelung. Die dadurch geschaffene oder vergrösserte Verwirrung ist für die benachteiligte Seite, die Besuchten, gefährlich. Es geht ja um eine Beziehung, in der seit Jahrzehnten, manchmal  Jahrhunderten Abhängigkeit kultiviert wird, wo die unbewussten Privilegien der einen Seite zur Entmachtung und Ausbeutung der anderen Seite eingesetzt werden. Wo Macht unbewusst gelebt und dadurch missbräuchlich wird. Der Besucher ist zwar “guten Willens”, er gehört einer neuen Generation an und hat mit der langen Geschichte von Gewalt und ihrer Vertuschung und Beschönigung nichts zu tun, aber weder er selbst noch das, was er tut, entgehen und sind frei von diesem Geist des gesamten Feldes: Sie gehören dazu und werden davon geprägt.

 Selbst wenn der Besucher – es kann auch eine Nichtregierungsorganisation oder ein Hilfswerk mit einem neuen Projekt oder Ansatz sein – in der langen Geschichte der Ungleichheit mit seiner persönlichen Beziehung einen Neuanfang machen wollte, ist dies vermutlich nur dann möglich, wenn er sich selbst der “Vorgeschichte” bewusst ist und dieses Bewusstsein mitbringt und mit hineinverwebt in seine eigene, persönliche Beziehung. Tut er dies nicht – was meist der Fall ist, wer hat heute Zeit, in Beziehung zu gehen? -  trägt sein Unterfangen unbeabsichtigt zur weiteren Verdunkelung der Beziehung bei. Die Gegenseite ist sich der von ihr erlittenen und immer noch andauernden Abhängigkeit  allzu oft nicht bewusst, aber die dadurch entstandenen Wunden sind da und machen sie entsprechend verletzlich. Hier erreicht sie nun das Mitgebrachte, das Geschenk, und scheinbar ist es also etwas Gutes, und es besteht die Gefahr besteht, dass man sich dem öffnet.

 Strassenkinder und Campesinos wissen sich in dieser Situation zu schützen, was nicht bedeutet, dass sie auf die Dauer nicht doch der Gefahr einer Verwirrung und Vertuschung der wahren, immer noch bestehenden Umstände sozialer Ungerechtigkeit, Abhängigkeit und Ausbeutung ausgeliefert sind.

 Bei Strassenkindern beispielsweise zeigt sich dieser Selbstschutz in einer Art intuitivem Reflex, sich gegen das verlockende Angebot affektiver Zuneigung etwa einer Sozialarbeiterin – sie sind für die menschliche Nähe einer Frau oft besonders empfänglich – ablehnend zu verhalten. Sie ahnen oder “wissen”, dass die so fest ersehnte Zuneigung der fehlenden realen Beziehung wegen nur von kurzer Dauer sein kann, von der Dauer des institutionell möglichen Augenblicks, bevor die Sozialarbeiterin sich wieder in ihr eigenes Privatleben zurückzieht. Sie haben den Schmerz des Verlustes – vermutlich auch in dieser Situation – mehr als einmal erlebt und haben gelernt, sich gegen erneute Erfahrungen dieser Art zu schützen….

 Campesinos schützen sich vielerorts anders. Sie gehen scheinbar auf alles ein und “ziehen mit”. Mit der Zeit merkt der Besucher von Aussen dann allerdings, dass es sich lediglich um ein scheinbares Einverständnis an der Oberfläche handelt. Es diente zur Überwindung der momentanen Situation, zur raschen Zufriedenstellung des Besuchers. Widerstand oder echte Auseinandersetzung hätte viel Mühe gekostet und wäre

vermutlich, der politischen und materiellen Überlegenheit des Besuchers wegen, fruchtlos gewesen. Denn der Besucher steht ja immer noch im Feld der Ungleichheit, auf der überlegenen Seite.

 Wer die Möglichkeit  hat, Anderen Hilfe anzubieten, sie manchmal in entlegenen Gebieten und unter Mühen aufzusuchen und ihnen etwas mitzubringen, wer die Möglichkeit hat, über Andere nachzudenken, Pläne und Projekte auszuarbeiten und sie darüberhinaus sogar noch zur Durchführung zu bringen, der steht im genannten Ungleichheitsfeld und profitiert davon. Weiss er, weiss sie es?

 Nach 500 Jahren hingehen und tun, als wäre man der erste, das mag von gutem Willen zeugen. Soll aber die Beziehung eine wirkliche werden, gehört viel mehr dazu…

1999-

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El Norte Visto desde los Territorios (I)

22/08/2008 · Deja un comentario

La sencillez de la situación, con nada más que hacer – y nada menos – que viajar, encontrar el camino, cuidar el vehiculo, mirar, observar, encontrar a gente desconocida, hablar, ver como se transformaba en conocida, un poco conocida, reconocida. Gente buena, sencilla, gente demasiado buena, gente abusada, creída, confiada, desconfiada. Que allí sobrevive: colonos eternamente pobres, peones pacientes, que a lo largo de los años de verse engañados, no pagados, malversados, se vuelven un poco bandidos también, pícaros, para poder sobrevivir.

 

Así que en pleno territorio del bandidaje.

 

Y con bandidaje grande y gente mala en serio, que a lo largo de los años convirtieron el territorio del Norte en tierra marcada e imbuida de injusticia y de sufrimientos invisibles pero que le pesan. A los generales comandantes del cuartel de la zona, hoy todos terratenientes, cuyos nombres se reencuentran en los catastros, se los reencuentra como “colonos” que fueron beneficiados con lotes de 4.000, 5.000 hectáreas, y  más, mucho más en el caso de algunos de mucho poder.

 

El general tal viene a veces con su esposa, en Semana Santa. Su hijo parece que no se interesa. Mientras, sus pocas vacas mal cuidadas devastaron el lote de monte virgen en orillas del Parque Nacional, ocasionaron aquella devastación que caracteriza la presencia muda, pasiva y tonta de animales que solo viven para ser carne; pisadas, monte aplastado, aguadas sucias, cagadas. El general no quiso gastar en alambrado, así que las vacas las largó al monte. Tampoco quiso gastar mucho en el pago de su capataz, quién nos recibe con una amabilidad y hospitalidad grande pero ambigua, aparentemente sin limites frente a los desconocidos visitantes que pueden ser amigos pero también pueden ser patrones, mejor nomás cuidarse y pídanme cualquier cosa, y no tengo ningún problema.

 

Otra devastación es la de la región del cuartel. Antaño zona central de un territorio de gente originaria, con una de las preciadas lagunas que jamás se secaba , con una aldea que una vez albergaba a todos los grupos locales, del Norte y del Sur, bajo el liderazgo de un cacique que daba el nombre a todo lo que existía, hoy esa zona está en manos militares y se encuentra marcadamente deshumanizada, manejada por gente sin hogar, ocupantes pasajeros, lugartenientes oficiales y detentores anónimos del poder de la sociedad que aquí arrancó el lugar y el territorio a sus habitantes originarios y se instaló con la orden y el pretexto de defender una patria, una patria de otra parte.

 

El viaje, sencillo. En las noches, antes del anochecer acampábamos en la vera del camino en el cual nos encontrábamos yendo al Norte o al Sur, en una de las rutas que llevan números, línea 3, línea 22, en medio de la nada que solo es la nada para los que no pertenecemos a esas tierras, en verdad es un todo, un mundo que era el todo de la gente que aquí pertenecía y sigue perteneciendo.

 

Dos ancianos que viajaron con nosotros habían nacido en aquel otro  mundo y ahora eran sus testigos, y tenían las llaves para acceder al territorio real, a todo lo que allí había. En los caminos, en las paradas reconocían lugares, los llamaban por su nombre, veían cauces de agua limpia y vital que a los ojos de los blancos solo son canales secos, sentían los caminos del ir y venir, sentían en tal dirección la aldea tal, donde las mujeres esperaban con los viejos y los niños,  mientras los hombres emprendían el camino hacia las salinas ya no tan lejanas, para volver con la sal preciada.

 

Oidide, uno de los ancianos,  en el viaje no habló casi. Recién a la vuelta, ya en nuestra casa, el día después de llegar, hizo un pequeño resumen de lo vivido. Habló no de lo observado ni constatado, sino de lo sentido. Dijo que se había conmovido en aquellos lugares del Norte, donde el había andado, con su grupo y con su padre y su madre. Que ellos habían venido de los territorios más hacia el oeste, y que su padre había muerto cerca del cuartel.

 

El otro anciano, Jonoine, en alguna parada se puso a recorrer en un radio de cincuenta metros el lugar, iba y venía, tocaba algunos árboles, pasaba su mano por la corteza, veía agujeros de miel y marcas de antes, decía algún nombre, alguna aldea cercana, algún acontecimiento ocurrido cuando ese mundo vivía cada día y cada noche, y no solo como ahora por el instante de la presencia de dos de sus antiguos habitantes que le llaman por su nombre, y tocan con sus manos, miradas y palabras los órganos y las partes de ese cuerpo dormido que ahora peligra quedarse dormido por siempre.

 

Porque la nueva gente que le vino encima no sabe sus nombres ni sus caminos, le imponen nuevos y ajenos, sin mucho cuidado y sin sentir nada, ropa ajena, ropa fuera de medida y de lugar, trajes que convierten al Norte, antaño majestuoso, digno, virgen, fuerte, en paisaje harapiento, empobrecido, abusado, privado de dignidad.

 

Jonoine estaba sentado en la orilla del camino. Estábamos esperando la otra camioneta que se había quedado hablando con un poblador muy conocedor de la zona. Soplaba un viento Norte inclemente, caluroso, todo era polvo en el aire, y Jonoine hablaba y hablaba, a veces apuntando con su cabeza o su mentón, hacia allí o allá, y yo le escuchaba y escuchaba y solo después de unos minutos me di cuenta que le escuchaba sin entender, hablaba en su idioma propio, su frente arrugada, sus ojos vivaces y yo no pude saber si tristes, y su voz pequeña, y me daba cuenta que su hablar hacia vivir ese lugar, le hacía vivir incluso si nadie le escuchaba.

 

Cómo necesitan esos lugares a alguien quién vuelve y viene a decirlos….

 

Las noches. Los ancianos juntaban leña – saben lo que quema bien, lo que ilumina, lo que da calor – y nosotros preparábamos una comida sencilla, colgando una olla sobre el fuego. Nos cuidaban los ancianos. Cuando me iba al baño no muy lejos, me seguían con la mirada, atentos a dónde iba, sabiendo que por allí rondaba algún tigre cuyos gritos y cuyo andar sigiloso habían percibido. Estaban atentos también al grito de  los pájaros, no es el vuelo que les da los mensajes, son los gritos. Una madrugada, el grito indicaba que hacia el Noreste estaba un grupo de gente en el monte, no cerca, tampoco lejos…

 

Luego, íbamos a dormir, nosotros en las carpas, Jonoine afuera, bajo su mosquitero rojo, al lado de su fogata propia, grande.

 

La noche grande no era sencilla. En verdad, encima nuestro, noche tras noche, amanecía un firmamento, un cielo lleno de vida propia y ajena, lejana, un cielo complejo en su estructura, inentendible, otro territorio más grande, esta vez el nuestro de todos, de los blancos y de los Ayoreo. Un territorio del cual formábamos parte en todo momento, pero sin saber ni dónde ni cómo se daba eso, solo sabiendo que éramos parte de la vía láctea que veíamos “allá”, fuera de nosotros, o de una galaxia cuyo conjunto no alcanzábamos ver. Aparentemente éramos el centro, estábamos en nuestro centro, pero en realidad girábamos alrededor de otros, y esos otros alrededor de otros, en grandes grupos locales, cada uno con su territorio celestial y su centro pero que siempre se desplaza, en auténtica manera nómada, nunca queda en el mismo lugar, tan poco como nosotros con nuestros campamentos y migraciones en búsqueda de vestigios de los territorios que hacen a nuestro cuerpo dormido y cuyo despertar necesitamos para vivir de nuevo, para vivir el futuro.

 

 

 

Benno Glauser

 

 30/07/2006

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una mujer tejedora

22/02/2008 · Deja un comentario

…una mujer tejedora…cuando era joven, era la esposa de un cacique legendario, un líder mesianico…ahora es vieja, pero su cabello es negro y su sonrisa es completa como todo un día de vida, de la naturaleza, con ríos, surcos, tierra, cultivos, soles, lunas, estrellas, animalitos y todo…

 

…teje su vida, silenciosamente, agrarrando solo lo que su mano puede agarrar…usa con fuerza sorprendente el palo con el cual aplasta la hilera nueva recien hecha, palo de palo duro, hilo aspero y resistente como su pueblo, como su cuerpo…

 

…teje y juega con las posibilidades de la vida: “decirlo en blanco o decirlo en negro?”…no cuenta, no, mide con el ojo, un ojo humano que no cuenta hileras…el resultado es un tejido vivo, una palabra no sacrificada en el altar de la exactitud, una palabra que puede y que pudo fluir..

 

…teje toda su vida, su vida…

 

…habla con el tejido, y habla con el tejido

 

 

 

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